Willkommen im Energieberater Glossar!

Ihre Quelle für technische Begriffe

In diesem Glossar finden Sie wichtige Begriffe und Definitionen zu den Themen Energieberatung, Wärmepumpen und Heizlastberechnung. Unsere Sammlung ist darauf ausgelegt, Ihnen zu helfen, die komplexe Welt der Energienutzung besser zu verstehen. Jeder Eintrag ist prägnant und leicht verständlich, sodass Sie jederzeit auf wertvolles Wissen zugreifen können.
 

Energieberatung ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft. 
Wir bei Energieberater De Gauß glauben, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn es um Energieeffizienz und Umweltschutz geht. Daher wurde dieses Glossar erstellt, um Ihnen alle notwendigen Informationen zu bieten, die Ihnen helfen, Ihre Ziele zu erreichen.

Ob Sie Hausbesitzer sind, der die beste Heizlösung sucht, oder ein Projektleiter, der technische Details versteht: 
Dieses Glossar ist Ihr Begleiter auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und energieeffizienten Zukunft. 
Lassen Sie uns gemeinsam die Herausforderungen der Energieberatung meister

A                                                                                                  

 

A/V-Verhältnis (Oberfläche-Volumen-Verhältnis) : Das Verhältnis der wärmeübertragenden Umfassungsfläche (A) eines Gebäudes zu seinem beheizten Gebäudevolumen (V). Ein niedriges A/V-Verhältnis bedeutet eine kompakte Bauweise und ist energetisch vorteilhaft, da weniger Oberfläche Wärme verlieren kann.

Abwärme : Wärmeenergie, die bei technischen Prozessen entsteht (z. B. in Industrieanlagen, Serverzentren) und ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. Sie kann durch Wärmerückgewinnung nutzbar gemacht werden.

Anlagenverluste : Energieverluste, die im Heizsystem selbst entstehen, z. B. durch Abgase, unzureichende Dämmung von Rohren und Speichern oder ineffiziente Regelung.

A-Zertifikat (Energieausweis) : Die beste Energieeffizienzklasse im Energieausweis (meist A+), die einen sehr geringen Energiebedarf des Gebäudes ausweist.

 

B                                                                                                  

 

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) : Eine Bundesbehörde, die in der Energieberatung eine zentrale Rolle spielt, da sie für die Abwicklung zahlreicher Fördermittel und Zuschüsse für energetische Maßnahmen zuständig ist (z. B. im Rahmen der BEG).

Bedarfsausweis : Ein Energieausweis, der den theoretisch notwendigen Energiebedarf eines Gebäudes auf Basis seiner Baukonstruktion und Anlagentechnik berechnet. Er ist aussagekräftiger als der Verbrauchsausweis.

BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) : Das zentrale Förderprogramm der Bundesregierung für Sanierungs- und Neubauprojekte, das Einzelmaßnahmen (BEG EM) und Effizienzhäuser (BEG WG/NWG) fördert.

BHKW (Blockheizkraftwerk) : Eine Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die gleichzeitig elektrischen Strom und nutzbare Wärme erzeugt.

Blower-Door-Test : Ein Messverfahren zur Bestimmung der Luftdichtheit eines Gebäudes. Er ist wichtig, um unkontrollierte Lüftungswärmeverluste und Bauschäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden.

 

C                                                                                                  

 

CO₂-Äquivalent (CO2e) : Eine Maßeinheit, die die Wirkung verschiedener Treibhausgase auf das Klima vergleichbar macht, indem sie in die entsprechende Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) umgerechnet wird.

 

D                                                                                                  

 

Dämmung : Bauliche Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmedurchgangs durch die Gebäudehülle (z. B. Fassade, Dach, Kellerdecke), um Transmissionswärmeverluste zu minimieren.

Dekarbonisierung : Der Übergang von fossilen Energieträgern (Kohle, Öl, Gas) hin zu einer CO2-neutralen Energieversorgung, ein zentrales Ziel der Energiewende.

Dichtheitsprüfung (siehe Blower-Door-Test) : Überprüfung der luftdichten Ausführung der Gebäudehülle.

DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) : Eine Organisation, die Zertifizierungen für nachhaltig geplante, gebaute und genutzte Gebäude anbietet.

 

E                                                                                                  

 

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) : Regelt in Deutschland die vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in die Netze und garantiert dafür eine Einspeisevergütung.

Effizienzhaus (EH) : Ein von der KfW und BAFA definierter Standard für Neubauten oder sanierte Gebäude, dessen Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben (GEG) liegt.

Endenergiebedarf : Die Energiemenge, die dem Gebäude tatsächlich zugeführt werden muss (z. B. als Strom, Gas, Heizöl), um Heizung, Warmwasser und ggf. Kühlung zu gewährleisten.

Energieaudit : Eine systematische Inspektion und Analyse des Energieverbrauchs in Unternehmen oder großen Gebäuden, um Energiesparpotenziale zu identifizieren.

Energieausweis : Ein Dokument, das den energetischen Zustand eines Gebäudes bewertet (Bedarf oder Verbrauch) und eine Energieeffizienzklasse zuweist. Bei Vermietung und Verkauf ist er Pflicht.

Energieeffizienzklasse : Eine Einteilung von A+ (sehr gut) bis H (sehr schlecht) im Energieausweis zur einfachen Vergleichbarkeit der energetischen Qualität eines Gebäudes.

Energetische Sanierung : Gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz eines Gebäudes, z. B. durch Dämmung, Fenstertausch oder Erneuerung der Heizungsanlage.

Energiewende : Die Umstellung der Energieversorgung von fossilen und atomaren Quellen auf erneuerbare Energien.

EnEV (Energieeinsparverordnung) : Die Vorgängerverordnung des GEG zur Regelung der energetischen Anforderungen an Gebäude.

Erneuerbare Energien (EE) : Energiequellen, die sich auf natürliche Weise erneuern und unbegrenzt zur Verfügung stehen (z. B. Sonnenenergie, Windkraft, Geothermie).

ETA (Energietechnische Anlagen) : Sammelbegriff für die gesamte Anlagentechnik eines Gebäudes, wie Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasserbereitungsanlagen.

Exergie : Der Teil der Energie, der tatsächlich in nutzbare Arbeit umgewandelt werden kann (der "wertvolle" Teil der Energie).

 

F                                                                                                  

 

Fördermittel : Finanzielle Unterstützungen (Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite) von Bund, Ländern oder Kommunen für energetische Maßnahmen (z. B. BEG, KfW).

F-Gas-Verordnung : EU-Verordnung zur Reduzierung von Emissionen fluorierter Treibhausgase, die in Wärmepumpen oder Klimaanlagen enthalten sind.

Fenstertausch : Der Austausch alter, schlecht isolierter Fenster gegen moderne Fenster mit niedrigem U-Wert, oft ein wichtiger Schritt in der Sanierung.

Flächenkollektor : Bestandteil einer Solarthermie-Anlage zur Gewinnung von Wärme (Warmwasser und Heizungsunterstützung) aus Sonnenenergie.

 

G                                                                                                  

 

GEG (Gebäudeenergiegesetz) : Die aktuelle zentrale gesetzliche Grundlage in Deutschland, die die energetischen Anforderungen an Neubauten, Bestandsgebäude und die Heizungstechnik regelt.

Gesamteffizienz (Heizung) : Ein Maß für die Wirksamkeit eines Heizsystems, das sowohl den Nutzungsgrad als auch die Anlagenverluste berücksichtigt.

Geothermie (Erdwärme) : Die Nutzung der im Erdinneren gespeicherten Wärme zur Beheizung oder Stromerzeugung, oft mittels Wärmepumpen.

Graue Energie : Die gesamte Energie, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, den Einbau, den Betrieb, den Abriss und die Entsorgung eines Produkts oder Baustoffs benötigt wird.

Grundlast : Die Energiemenge, die ein Gebäude oder ein Stromnetz kontinuierlich und mindestens benötigt.

 

H                                                                                                  

 

Heizlastberechnung : Die Berechnung der notwendigen Wärmeleistung, die ein Heizsystem an den kältesten Tagen benötigt, um die gewünschte Innentemperatur zu halten. Dient zur korrekten Dimensionierung der Heizung.

Heizwert (Hi) : Die Energiemenge, die bei der Verbrennung eines Brennstoffs maximal als Wärme nutzbar gemacht werden kann, ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs zu berücksichtigen (im Gegensatz zum Brennwert).

Hybridheizung : Ein Heizsystem, das mehrere Energiequellen oder Technologien kombiniert (z. B. Gasbrennwertkessel mit Wärmepumpe oder Solarthermie).

Hydraulischer Abgleich : Eine Maßnahme zur Optimierung einer Heizungsanlage, die sicherstellt, dass alle Heizkörper im Gebäude mit der notwendigen Menge an Heizwasser versorgt werden und die Wärme gleichmäßig verteilt wird.

 

I                                                                                                  

 

Innendämmung : Anbringung von Dämmmaterial auf der Innenseite der Außenwände. Wird oft bei denkmalgeschützten Gebäuden verwendet, wo eine Außendämmung nicht möglich ist.

Interne Wärmegewinne : Wärme, die innerhalb eines Gebäudes durch Personen, Beleuchtung und elektrische Geräte entsteht und den Heizwärmebedarf senkt.

 

K                                                                                                 

 

KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) : Eine Förderbank, die zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für Bauen, Wohnen und die energetische Sanierung (insbesondere für Effizienzhäuser) anbietet.

Klimaschutz : Alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die menschengemachte Erwärmung der Erde zu begrenzen, u. a. durch Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) : Die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einer Anlage (z. B. BHKW), wodurch der eingesetzte Brennstoff sehr effizient genutzt wird.

 

L                                                                                                  

 

Lambda-Wert (λ) : Der Wärmeleitfähigkeitswert eines Baustoffs in W/(mK). Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung.

Lüftungswärmeverluste : Wärmeverluste, die durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter Außenluft entstehen (sowohl kontrolliert als auch unkontrolliert durch Undichtigkeiten).

 

M                                                                                                 

 

Mikro-BHKW : Sehr kleines Blockheizkraftwerk (Leistung 15 kWel) für Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Monitoring (Energiemonitoring) : Die systematische Erfassung, Analyse und Überwachung von Energieverbrauchsdaten zur Identifizierung und Umsetzung von Einsparpotenzialen.

 

N                                                                                                  

 

Niedrigenergiehaus : Ein Baustandard, der einen deutlich geringeren Heizwärmebedarf aufweist als gesetzlich vorgeschrieben, aber weniger streng ist als das Passivhaus.

Nutzenergie : Die Energiemenge, die tatsächlich zur Erreichung des gewünschten Zustands (z. B. warmes Wasser, warme Räume) benötigt wird.

 

P                                                                                                  

 

Passivhaus : Ein sehr anspruchsvoller Baustandard mit extrem geringem Heizwärmebedarf, der den Großteil der Wärme durch interne und solare Gewinne sowie Wärmerückgewinnung deckt.

Photovoltaik (PV) : Die Umwandlung von Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom mittels Solarzellen.

Primärenergiebedarf : Die Kennzahl, die den gesamten Energieaufwand von der Gewinnung bis zur Nutzung im Gebäude berücksichtigt (inkl. Vorkette der Energieträger). Dies ist die Hauptanforderung im GEG und für den Effizienzhaus-Standard.

Pufferspeicher : Ein isolierter Wassertank, der die von einer Heizungsanlage (z. B. Wärmepumpe, Holzheizung) erzeugte Wärme speichert und bei Bedarf abgibt.

 

R                                                                                                  

 

Regenerative Energien (siehe Erneuerbare Energien) : Ein Synonym für Erneuerbare Energien.

 

S                                                                                                  

 

Sanierungsfahrplan (iSFP) : Ein individuelles, auf das Gebäude zugeschnittenes Konzept, das die optimale Reihenfolge und das Zusammenwirken von energetischen Sanierungsschritten (Einzelmaßnahmen) über einen längeren Zeitraum darstellt.

Smart Home / Smart Metering : Vernetzte Systeme, die den Energieverbrauch von Geräten und Anlagen intelligent steuern und messen, um die Energieeffizienz zu optimieren.

Solarthermie : Die Nutzung der Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme für Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung mittels Kollektoren.

Sommerlicher Wärmeschutz : Bauliche und technische Maßnahmen (z. B. Verschattung, Dämmung, Fenster), die verhindern, dass sich Räume im Sommer übermäßig aufheizen.

 

T                                                                                                  

 

Thermografie : Ein bildgebendes Verfahren, das Infrarotstrahlung nutzt, um Wärmebrücken und Dämmfehler an der Gebäudehülle sichtbar zu machen.

Transmissionswärmeverluste : Wärmeverluste, die durch die Außenbauteile des Gebäudes (Wände, Dach, Fenster) durch Wärmeleitung entstehen.

 

U                                                                                                  

 

U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) : Gibt an, wie viel Wärme pro Zeiteinheit durch 1 m2 eines Bauteils bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin (K) verloren geht (W/(m2K)). Ein niedriger U-Wert bedeutet eine bessere Dämmung.

Umweltwärme : Wärme, die aus der Umgebung (Luft, Erdreich, Wasser) gewonnen wird, meist mithilfe einer Wärmepumpe.

Undichtigkeiten (Luftdichtheit) : Ungewollte Leckagen in der Gebäudehülle, die zu unnötigen Lüftungswärmeverlusten und Feuchteschäden führen können (siehe Blower-Door-Test).

 

V                                                                                                  

 

Verbrauchsausweis : Ein Energieausweis, der den tatsächlichen, gemittelten Energieverbrauch des Gebäudes der letzten drei Jahre ausweist. Er ist stark vom Nutzerverhalten abhängig.

Vorlauftemperatur : Die Temperatur des Heizwassers, das vom Wärmeerzeuger (z. B. Wärmepumpe) zu den Heizflächen (Heizkörper oder Fußbodenheizung) transportiert wird.

 

W                                                                                                 

 

Wärmebrücke : Stellen in der Gebäudehülle, an denen die Wärme schneller nach außen geleitet wird als in den umliegenden Bauteilen (z. B. Balkonanschlüsse, Fensterlaibungen). Sie führen zu erhöhtem Transmissionswärmeverlust und potenzieller Schimmelbildung.

Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) : Eine Außendämmung von Fassaden, bestehend aus Dämmplatten, Armierungsschicht und Außenputz.

Wärmepumpe (WP) : Ein Heizsystem, das Umweltwärme (aus Luft, Erde oder Wasser) aufnimmt und mithilfe von Strom auf ein höheres Temperaturniveau bringt, um damit das Gebäude zu beheizen.

Wärmerückgewinnung : Die Wiedernutzung von Wärme, die sonst als Abwärme verloren ginge (z. B. in Lüftungsanlagen oder Produktionsprozessen), zur Steigerung der Energieeffizienz.

 

Z                                                                                                  

 

Zuschuss : Ein Betrag, der von einer Förderstelle (z. B. BAFA, KfW) einmalig für eine Maßnahme gewährt wird und nicht zurückgezahlt werden muss (im Gegensatz zu einem Kredit).

Energieberater aus Liebe zur Effizienz

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